AI Everywhere – but where is the moat?

Veranstalter:

Stellbrink und Partner ist eine 2016 gegründete Patentanwaltskanzlei, deren aktueller Fokus in den Bereichen Medizintechnik, Engineering, Physik, IT, Software und Robotics liegt. Wir haben den Anspruch, stets Arbeit höchster Qualität zu leisten und den besten Service zu liefern. Im Zentrum stehen hierbei immer die Interessen unserer Mandanten, zu deren Erfolg wir beitragen und deren Vertrauen wir uns jeden Tag aufs Neue verdienen wollen. Wir unterstützen unsere Mandanten in allen Bereichen des gewerblichen Rechtschutzes

Workshop Host:

Axel Stellbrink ist deutscher und europäischer Patentanwalt, Vertreter am Einheitlichen Patentgericht (UPC) und Diplom-Ingenieur. Seit über dreißig Jahren begleitet er Technologieunternehmen von der ersten Anmeldung bis zu dem Portfolio, das eine Finanzierungsrunde trägt: rund tausend Startups, Schwerpunkt Deep Tech, MedTech und Industrie. Er ist geschäftsführender Partner von Stellbrink & Partner Patentanwälte mbB in München und Gründer von Stellbrink IP und hat noch einige anderer Firmen gegründet, wie die Ökonometrie-Firma Quant IP GmbH.

Mit IP100x hat er die Methodik, nach der er dreißig Jahre gearbeitet hat, in Software überführt und weiter verbessern können.

Über die AS IP-Ventures GmbH ist er selbst an Technologieunternehmen beteiligt und sieht Schutzrechte damit auch von der anderen Seite des Tisches: als Kapitalgeber, der wissen will, was ein Patent im Ernstfall trägt.

Sein Credo: Der Burggraben von morgen wird am Anmeldetag gezogen, oder nie.


Inhalt des Vortrags:
Warum der Burggraben einer Technologie an einem einzigen Tag entsteht, und wie KI ihn bis in die Zukunft zieht.

In einer Due Diligence liegt das Kernpatent des Zielunternehmens auf dem Tisch: sauber erteilt, in acht Ländern validiert, Jahresgebühren pünktlich bezahlt. Geschützt ist exakt eine Ausführungsform, nämlich die, die das Unternehmen vor vier Jahren gebaut hat. Das heutige Produkt fällt nicht darunter. Die Roadmap erst recht nicht. Der Burggraben, der im Pitch-Deck so sauber eingezeichnet war, existiert nur dort.

Das ist kein Anwaltsfehler, sondern die Ökonomie des Anmeldetags. Der Schutzbereich eines Patents entsteht an dem Tag, an dem eingereicht wird; was dort nicht steht, lässt sich nie mehr nachtragen. Ein Moat muss deshalb am Tag 1 um Dinge gezogen werden, die es noch gar nicht gibt: die nächste Produktgeneration, die Nachbarmärkte, die Entwicklungen, die das Feld in fünf Jahren prägen. Bisher war die Grenze dafür banal: die Schreibkapazität eines Menschen unter Zeitdruck, ein paar Dutzend Ausführungsbeispiele, eine einzige Anspruchskategorie.

Genau an dieser Grenze verdient KI im Recht Geld. Axel Stellbrink zeigt in fünfzehn Minuten an IP100x, was passiert, wenn sie fällt: über 150 ausformulierte Ausführungsformen statt einiger Dutzend, mehr als fünf unabhängige Anspruchskategorien statt einer, einreichungsfertig in über zehn Jurisdiktionen, und ein systematischer Blick nach vorn, der Roadmap, angrenzende Märkte und hochrelevante künftige Entwicklungen in die Anmeldung von heute schreibt. Ein ausgeschriebener Kombinationsraum, keine Liste von Alternativen. Die Software erzeugt, zugelassene Patentanwälte prüfen und reichen ein.

Für Investoren, Banken und Betreiber digitaler Infrastruktur ist das selten das eigene Portfolio. Es ist das Portfolio der Beteiligung, des Zielunternehmens, des Technologielieferanten, dessen Technik im Netz oder im Rechenzentrum steckt.

Am Ende nehmen Sie drei Prüffragen mit in die nächste Due Diligence. Erstens: Wie viele Ausführungsformen und wie viele unabhängige Anspruchskategorien enthält die Anmeldung vom Prioritätstag? Zweitens: Steht das heutige Produkt darin? Drittens: Steht die Roadmap darin, also das Produkt, das erst noch gebaut wird? Wer diese drei Fragen stellt, sieht in fünf Minuten, ob er auf einen Vermögenswert schaut oder auf ein Stranded Asset mit laufenden Jahresgebühren.

Im Anschluss fünfzehn Minuten offene Diskussion.


Datum

Sep. 08 2026

Uhrzeit

12:00 - 12:30

Standort

Motorworld Kohlebunker PLENUM

Redner