Bankable Fiber – Warum die letzte Meile über Milliarden entscheidet

Workshop Host: Lisa Hönisch begleitet Unternehmen und öffentliche Institutionen bei der Gestaltung zukunftsfähiger digitaler Infrastruktur. Ihr Fokus liegt auf strategischen und organisatorischen Fragestellungen rund um Glasfaser-, Mobilfunk- und Rechenzentrumsprojekte. Dabei verbindet sie technologische Expertise mit einem klaren Verständnis für Transformation, Steuerung und nachhaltige Umsetzung.

Überblick:

Im deutschen Glasfasermarkt stocken die Finanzierungen. Ein großer Teil des aufgenommenen Fremdkapitals muss in den nächsten zwei Jahren refinanziert werden und die Banken werden zurückhaltend. Bei verschiedenen Marktteilnehmern haben die Kreditgeber eine Tranche nicht ausgezahlt, die Unternehmen mussten Insolvenz anmelden. Das wirft eine Frage auf, die den ganzen Markt betrifft: Welche Banken finanzieren welche Netzbetreiber und wie stark überschneiden sich diese Engagements? Zieht sich eine Bank zurück, geraten möglicherweise gleich mehrere Netze ins Wanken. Zurück bleiben „disstressed Assets“, für die sich kein Käufer und kein neuer Kreditgeber findet.

Der Workshop stellt die entscheidende Folgefrage: Wie wird ein solches Netz wieder finanzierbar? Der mögliche Hebel: belastbare Konzepte für Nachverdichtung und Nachanschlüsse. Es bringt zusätzlichen Umsatz auf das Netz, macht es Wholesale-fähig und führt das Ausbaugebiet an die Anschlussquote heran, die für die Kupferabschaltung nötig ist. Damit landen wir bei der Frage, die Bank, Netzbetreiber und Bauunternehmen gemeinsam lösen müssen: Wie wird das Netz so aufgestellt, dass es für alle ein Win ist?

Ablauf:

 Den Anfang macht ein Impuls. Er legt die Ausgangslage vollständig dar, bevor das Panel beginnt. Wir starten mit einem aktuellen Fallbeispiel aus dem Markt: Eine Bank zahlt eine Tranche nicht aus, das Unternehmen meldet Insolvenz an

 Im Impuls gehen wir auf Beispiele ein, welche Banken welche Netzbetreiber finanzieren und wo sich diese Kredite überschneiden. Daran wird sichtbar, warum der Rückzug eines einzelnen Instituts mehrere Netze gleichzeitig treffen kann

 Anschließend führt der Impuls die Kette zu Ende: vom Dominorisiko über das disstressted Asset bis zu der Frage, wie ein solches Netz wieder finanzierbar wird

 Im Panel sitzen drei Beteiligte: eine Bank, ein Netzbetreiber und ein Bauunternehmen. Jeder schaut aus seiner Rolle auf dasselbe Netz und darauf, wie es sich wieder rechnen kann  Danach gehen wir in die Fishbowl über. Wir moderieren sie weiter mit Leitfragen und beziehen das Publikum aktiv ein. Ab hier diskutieren Publikum und Panelisten miteinander

Inhalt:

 Welche Banken im Glasfasermarkt engagiert sind und wo sich ihre Kredite überschneiden. Zieht sich ein Institut zurück, geraten möglicherweise mehrere Netze gleichzeitig unter Druck. Sind Banken als Treiber einer möglichen Marktkonsolidierung zu betrachten?

 Was es bedeutet, wenn ein Netz zum disstressed Asset wird. Und unter welchen Bedingungen ein Käufer oder ein Kreditgeber wieder einsteigt

 Warum die Finanzierbarkeit an einem sauberen Konzept für Nachverdichtung und Nachanschlüsse hängt. Es braucht zusätzlichen Umsatz über mehr Anschlüsse zu vertretbaren Kosten. Es braucht Wholesalefähigkeit samt verlässlicher Servicelevel (SLAs). Und es braucht die Anschlussquote von 80 Prozent, die ein Gebiet für die Kupferabschaltung erreichen muss

 Was Bank, Netzbetreiber und Bauunternehmen jeweils brauchen, damit die Rechnung für alle aufgeht. Und Lösungsansätze, z.B. welche Rolle im Markt heute fehlt, um das zu organisieren

Datum

Sep. 08 2026

Uhrzeit

11:30 - 13:00

Standort

Motorworld Röhrl & Geistdörfer

Kategorie

Redner